Unter diesem Motto stand unser jüngstes kulinarisches Outdoor-Abenteuer in Hockenheim, geleitet von Adam Bartos (Erziehungsbeistandschaft bei naviduo gGmbH Rhein-Neckar-Kreis).
Fisch ist nicht gleich Fischstäbchen 🐟
Die große Vorbereitung: Wo ist der Einschaltknopf?
Alles begann mit einer bahnbrechenden Erkenntnis für unsere beiden Hauptakteure (8 und 12 Jahre alt): Fische wachsen gar nicht eckig, paniert und tiefgekühlt im Supermarktregal! Um der Natur auf den Zahn zu fühlen, hieß es erst einmal: Angelzeug vorbereiten. Schnüre wurden entwirrt, Haken geprüft und die Ausrüstung startklar gemacht. Die Motivation war riesig, die Erwartungen mindestens genauso hoch.
Die Königsdisziplin: Warten, warten… und nochmals warten
Am Gewässer angekommen, lernten die Jungs schnell die wichtigste Lektion des Angelns: Geduld. Wer dachte, die Fische würden freiwillig aus dem Wasser direkt auf den Grill springen, wurde eines Besseren belehrt. Minuten vergingen. Die Disziplin, einmal nicht im Sekundentakt auf das Smartphone zu schauen, sondern die Pose auf dem Wasser zu beobachten, war eine echte Herausforderung. Doch das Durchhalten schweißte zusammen – und die Ruhe am Wasser tat ihr Übriges.
Der Fang des Tages und die Anatomiestunde
Und dann: Der Ruck an der Rute! Mit vereinten Kräften und großer Aufregung wurde der Fisch tatsächlich sicher an Land gelandet. Der Stolz in den Augen der Jungs war unbezahlbar.
Doch nach dem Fang kam der Reality-Check: Ein Fisch kommt nicht küchenfertig aus dem See. Unter fachkundiger Anleitung ging es ans Ausnehmen. Eine ziemlich schlüpfrige und für die Jungs anfangs sehr „gewöhnungsbedürftige“ Angelegenheit. Aus dem ersten „Ieeeh, wie eklig!“ wurde aber schnell pure Neugier. Wann hat man schließlich schon mal die Gelegenheit, Biologie so hautnah und praktisch zu erleben?
Vom Teich auf den Grill
Nachdem der Fisch gesäubert war, wurde das passende Rezept ausgesucht. Wir entschieden uns für die klassische, ehrliche Variante: Frische Kräuter, etwas Zitrone und ab auf den Grill. Die Jungs übernahmen das Anfeuern und die Bewachung des Grillguts wie echte Profis.
Das Fazit: Zusammen schmeckt’s am besten
Als der Fisch schließlich perfekt gegart auf den Tellern landete, wurde gemeinsam geschlemmt. Das einhellige Urteil der beiden Jungs: „Viel besser als Fischstäbchen!“
Dieses Projekt im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft hat wieder einmal gezeigt, wie wertvoll es ist, Dinge von Anfang bis Ende selbst zu erarbeiten. Von der Geduld am Ufer bis zum rauchigen Geschmack auf der Zunge – ein unvergesslicher Tag im Rhein-Neckar-Kreis, der nach Wiederholung schreit!


